Palliative Care für kommunikationsunfähige (demente) Patienten
In diesem Artikel wird berichtet anhand welcher Kriterien, in einem Pflegezentrum in der Schweiz, entschieden wird ob eine PEG noch sinnvoll ist oder nicht
Schwer Demenzkranke entwickeln im Krankheitsverlauf praktisch immer Schluckstörungen. Dadurch wird die Nahrungsaufnahme erschwert und es steigt die Gefahr von Aspirationspneumonien. Soll in diesem Falle eine nasogastrale Sonde oder eine PEG-Sonde eingelegt werden? Für diese Entscheidungen berücksichtigen wir folgende Überlegungen und Tatsachen:
- Aspiration und Decubiti treten unter Sondenernährung gleich häufig auf wie bei peroraler Ernährung?
- Würde der Patient die Sonde belassen oder wäre eine Fixation der Hände notwendig?
- Was bringt diesem Patienten mehr Lebensqualität, die optimale Kalorienzufuhr oder positive Geschmacks- und Geruchserlebnisse durch orales Nahrungsangebot?
- Die orale Ernährung ist nur möglich im persönlichen Kontakt, sie erfordert Zeit, bringt dem Demenzkranken aber Zuwendung und den Angehörigen die Möglichkeit, auf diese Art mit ihm zu kommunizieren.
Quelle: Kunz R., Palliative Care für kommunikationsunfähige (demente) Patienten, Ein Projekt im Pflegezentrum des Spital Limmattal, Schlieren (Schweiz). in: Die Hospiz-Zeitschrift, 3 Jahrg.2001/2, Ausgabe 8
