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Ziel dieser Website
Ethik in der Krankenpflege
Sinn und Zweck der nachfolgenden Seiten ist es
Angehörigen, Betreuern und Pflegenden von alten dementen Menschen,
welche Essen und Trinken verweigern, Informationen/Hilfestellung zu geben.
Insbesondere wird über PEG-Sonden und deren Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen berichtet.
Hier sollen Alternativen vorgestellt werden, durch die eine künstliche Ernährung eventuell vermieden werden kann. Ich möchte Ihnen mögliche Ursachen aufzeigen, die nicht mit einem Sterbenswunsch des Dementen verbunden sind.
Zur Ergründung einiger dieser Ursachen benötigen Sie Zeit und ärztliche Hilfe. Nicht immer sind solche Bemühungen erfolgreich, doch sollten sie in jedem Fall einer Sondenernährung vorausgehen, um diese gegebenenfalls so lange wie möglich hinauszuzögern.
Viel zu selten, wenn eine PEG gelegt wird, wurde zuvor versucht, den mutmaßlichen Willen des Dementen ausreichend zu ermitteln. Und selbst wenn er vor seiner Erkrankung äußerte, dass er nie von Schläuchen und Sonden versorgt im Bett liegend sein Leben beenden will, so wird diese Aussage, sofern keine korrekt formulierte Patientenverfügung vorliegt, kaum beachtet.
Gibt es auch noch andere Möglichkeiten, eine angemessene Entscheidung zu treffen?
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Der neue Leitfaden "Künstliche Ernährung und Flüssigkeitsversorgung in der Pflege"
Eine Entscheidungshilfe für Angehörige, welche vor der Situation stehen evtl. eine PEG legen zu lassen, finden Sie auf der Internetseite der Akutgeriatrie der Tropenklinik Paul-Lechler-Krankenhaus Tübingen: Entscheidungshilfe bei Ernährungssonden | Infobroschüre [PDF] | |
| Stellungnahme zur momentanen Diskussion um Sterbehilfe, |
Nutzen oder Nichtnutzen von künstlicher Ernährung bei dementen Menschen
von Christian Kolb (16.3.2006 )
Informationen zu diesem Thema
finden sie auch in meinem Buch
"Nahrungsverweigerung bei Demenzkranken"
erschienen im Mabuse-Verlag.
Seit Oktober 2004 als 3.überarbeitete Auflage erhältlich
Unter nachfolgendem Link finden Sie die derzeit gültige Leitlinie
"Enterale Ernährung - Trink- und Sondennahrung - in der Geriatrie
und geriatrisch-neurologischen Rehabilitation" [Enterale Ernährung, Teil 2]:
| www.dgem.de/enteral2.htm |
Diese Leitlinien wurden nun auch von der europäischen Fachgesellschaft ESPEN übernommen und gelten somit europaweit:
| www.espen.org/Education/documents/ENGeriatrics.pdf |
Überblick zu den europäischen Leitlinien zur enteralen Ernährung:
| www.espen.org/Education/guidelines.htm |
Doch bedenken sie:
"Was der Mensch tun darf, ist keine Frage naturwissenschaftlicher Überlegungen, sondern eine Frage der Ethik. Ethik heißt im Grunde, der Wirklichkeit gerecht zu werden."
Spaemann, R.: Warum die Welt ist kann keine Wissenschaft beantworten. Glück, Leiden, Wahrheit, Weisheit: Was der Philosoph dazu sagt [Die Presse, Im Gespräch, 5.2.1999]
In der Regel sind Krankenhäuser nicht auf die Bedürfnisse dementer Menschen ausgerichtet. Funktionale Abläufe sollen einen schnelle Entlassung gewährleisten, Funktionale Abläufe, welche ein "Funktionieren" des Patienten voraussetzen. Die Zahl dieser "Problempatienten" wird in den nächsten Jahren zunehmen.
Bitte besuchen Sie zu diesem Thema auch meine Internetseite
www.demenz-im-krankenhaus.de
Neben zahlreichen Informationen und weiterführenden Verweisen bietet sich Ihnen auf meinen Seiten auch die Möglichkeit, unter der Rubrik "Austausch" Ihre Meinung abzugeben, eigene Erfahrungen beizutragen oder die anderer Besucher meiner Website zu lesen.
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